Myanmar

Der erste Eindruck zählt

Klar, wir kennen Aung San Suu Kyi. Doch wie nennt man ihr Heimatland? Burma, Myanmar oder doch Birma? Wir sind verwirrt. Und wie heisst überhaupt dessen Hauptstadt? Könnten wir natürlich alles im Internet nachgucken, doch mit dem Reisen ist es wie mit dem Essen: Es zu tun, ist tausendmal eindrücklicher als darüber zu lesen.

Durch die abrupte politische Öffnung des Landes im Jahre 2011 ist die Ausstellung eines Besuchervisas nun nur noch Formsache und in Kuala Lumpur schnell erledigt. Seit diesem Herbst gibt sich Myanmar sogar besonders international: Ausländer dürfen neu auch über den Landweg einreisen 🙂 Wir stoppen für ein paar Tage in Rangun. Also jetzt heisst die Stadt irgendwie Yangon. Oder eben auch nicht, die Einheimischen sind diesbezüglich jedenfalls geteilter Meinung. Naja ist auch nicht so wichtig, wie die Ortschaft schlussendlich heisst, Hauptsache wir wissen, dass es sie gibt und dass wir jetzt da sind. Wir sammeln ein paar erste Eindrücke:

  • Myanmar hat einen ziemlich einzigartigen Strassenverkehr: Autos werden auf der rechten Seite gelenkt, es herrscht aber Rechtsverkehr. Dafür gibt es in Yangon keine Motorräder, weil ein Motorradfahrer offenbar ein hohes Regierungstier angefahren hat und dieser dann sämtliche motorisierten Zweiräder verbieten liess – so erklärt man es uns zumindest.
  • Auf den Strassen finden wir überall rote Flecken. Tomatenschlacht? Blut? Nein, viele Burmesen kauen hier einfach wie Schwerstabhängige ihre Betelnuss-Mixturen und spucken das Zeugs im Minutentakt auf die Strasse. Gewöhnungsbedürftig.
  • Nach Sonnenuntergang (Zeitverschiebung zur Schweiz: witzige 5h 30min), schläft die Stadt schnell ein. Kein Wunder, Stromausfälle sind an der Tagesordnung und anders als einige Hotels haben die Einheimischen selten Dieselgeneratoren.
  • Egal ob wir auf der Strasse oder im Restaurant essen. Gekocht wird über dem offenen Feuer. Elektrik oder Gas? Fehlanzeige.
  • Dafür hat es seit ein paar Monaten eine andere Erfindung nach Myanmar geschafft. Geldautomaten! Und nach etwa zehn Versuchen finden wir einen, der unsere Karte sogar akzeptiert.

Der Liquiditätsengpass ist überwunden, die ersten Eindrücke sind verarbeitet. Wir entscheiden: Myanmar ist spannend, da bleiben wir.

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