Ecuador

Ecuadorianisch

Heute blogt unser Gast

Eigentlich kam ich nach Ecuador um mich von meinen 15h-Arbeitstagen in Zürich zu erholen. Bereits nach der Ankunft am Flughafen stellte ich jedoch fest, dass in diesem Land einiges anders läuft, als ich mir es gewohnt bin.

Quito hat einen brandneuen Flughafen – so weit, so gut. Doch gibt es keine anständige Zufahrtsstrasse. Wir rumpelten also zu Dritt während 3h über uralte Strassen im Schneckentempo langsam Richtung Stadtzentrum. Anschliessend ging ich mit Doris und Michael einkaufen. Leider hatte der Supermarkt bereits geschlossen, somit blieb nur das Quartierlädeli als Option übrig. Wir hatten die Wahl zwischen Pasta mit Tomatenpurée oder Pasta mit Ketchup – toll. Wir entschieden uns übrigens für die Variante „Ketchup“ 😮

Am nächsten Tag erhielt ich eine Einführung, wie ich mich in den Strassen verhalten soll, damit ich kein einfaches Opfer für Überfälle werde. Es bezahlte sich aus. Keine 24h später, sahen wir am helllichten Tag den ersten Raubüberfall. Gerade in dieser Zeit spielten wir menschliche Geldtransporter und brachten hunderte von Dollars von Banken auf eine Agentur, damit wir einige Tage später ein paar vermeintlich schöne Inseln besuchen können. Ihr könnt euch also vorstellen, wie erholsam meine „Ferien“ bis jetzt waren 😉

Danach ging es mit dem Bus weiter nach Baños. Nebst Passagieren gab es im Bus immer wieder unzählige fliegende Verkäufer und fast gleich viele dreiste Diebe, welche uns um Gepäckstücke erleichtern wollten… Natürlich erreichte der Bus auch nicht Baños sondern blieb mitten im Nirgendwo stecken. Diagnose: Totalausfall. Als erstes verabschiedete sich der Chauffeur in einem anderen Fahrzeug. Und die Passagiere? Wir warteten eine ganze Weile bis wir in einem anderen Bus Unterschlupf fanden. Hier waren jedoch fast alle Sitzplätze bereits belegt, so dass wir zu Dritt einen Platz teilen durften.

In Baños verbrachten wir ein paar „gemütliche“ Tage. Wir fuhren mit dem Bike auf einem Jungel-Highway an schönen Wasserfällen vorbei. Auf einer Wanderung wurde ich zur Attraktion der lokalen Turnstunde und um von A nach B zu kommen trampten wir auf der Ladefläche von Pickup-Trucks. Ach ja: In Baños gibt es gerade ein Vulkan der aktiv ist. Tagsüber hat es über dem Krater eine kilometerhohe Aschenwolke und in der Nacht konnten wir bei klarer Sicht beobachten, wie der Tungurahua Lava hunderte von Metern in die Höhe schleuderte. (Das sei aber ganz natürlich und gemäss den Einwohner ist der Vulkan auch nicht wirklich aktiv) Trotzdem, beruhigende Bilder zum einschlafen sehen irgendwie anders aus…

Liebe Grüsse, Karin.

P.S. Insgesamt geht es mir aber „muy bien“

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