Ecuador

Auf Darwins Spuren

 

Blickt man auf die von Kratern gekrönten Vulkane und die klar abgegrenzten Lavaströme, so kommt man zur Ansicht, dass sich hier vor nicht allzu langer Zeit noch der Ozean ausbreitete. In Raum und Zeit scheinen wir so jenem Geheimnis aller Geheimnisse – dem Erscheinen neuer Lebewesen auf dieser Erde – immer näher zu kommen. Charles Darwin – The Voyage of the Beagle

Durch die auf Galapagos lebenden Tiere und Pflanzen gewann Charles Darwin Erkenntnisse, die das Weltbild revolutionierten und das kirchliche Dogma der Unveränderlichkeit der göttlichen Schöpfung zum Einsturz brachten. Die Inseln befinden sich über 1’000 km vom Festland entfernt im pazifischen Ozean und sind Michaels Sehnsuchtsziel Nummer 1 in Südamerika.

Nur mit einem längeren Bootstrip ist es möglich auch die abgelegeneren Gebiete der Galapagos zu entdecken. Eigentlich liegt ein solches Vorhaben weit ausserhalb unserer finanziellen Möglichkeiten, doch unser Erkundungsdrang war halt gross. Da wir bezüglich Zeitpunkt flexibel waren, fanden wir für Galapagos-Verhältnisse schlussendlich ein echtes Lastminute-Schnäppchen und sparten gegenüber dem offiziellen Bootstarif gemeinsam tausende von Franken – we like 🙂

Ganze acht Tage verbrachten wir an Board der „Guantanamera“, um die aussergewöhnliche und einzigartige Flora und Fauna der Nord- und Westinseln zu entdecken. Unsere Tage starteten meistens um 7, manchmal schon um 6 Uhr in der Früh. Das Programm war jeweils mit zwei bis drei Schnorchelgängen sowie ein bis zwei Landausflüge vollgepackt. Damit wir das Gesehene auch in den richtigen Kontext setzten konnten, erklärte Johan, unser Guide, unermüdlich und mit grosser Leidenschaft die Zusammenhänge seiner Heimat. Täglich durften wir von seinem grossen Wissen profitieren. Nach dem Abendessen, meist früher als später, schliefen wir ein, während die „Guantanamera“ Kurs zum nächsten Ausgangspunkt nahm.

Die Erlebnisse in der Natur und die hautnahen Begegnungen mit den Tieren sind fast unbeschreiblich. Eigentlich fühlten wir uns die ganze Zeit über, als seien wir mitten in einem National Geographic-Dokumentarfilm. Ja, an Tagen wie diesen wünschten wir uns Unendlichkeit!

Nach acht intensiven Tagen auf dem Schiff, verbrachten wir dann noch vier Tage auf der Galapagosinsel Santa Cruz, wo wir kleinere Ausflüge unternahmen und Zeit hatten, all das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten.

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