Bolivien

Hilfe, wir stecken im Sumpf!

Bolivien ist anders. Anders als die übrigen Länder, welche wir in Südamerika bisher besucht haben. Über 50 Prozent der Bevölkerung haben in Bolivien indigene Wurzeln. Farbige Tücher, riesige Märkte und traditionelle Kleidungen prägen das Bild. Einzig in grösseren Städten spürt man, dass die Globalisierung auch hier langsam Einzug hält. Wir machen einen Zwischenhalt in Sucre, einer munteren und lebensfrohen Stadt. Es ist die offizielle Hauptstadt, da Bolivien hier gegründet wurde. (Lustigerweise befindet sich der Regierungssitz jedoch in La Paz, weshalb sich auch La Paz etwas als Hauptstadt fühlt). Wir lassen uns treiben und geniessen tolles Essen, schöne Miradors und schauen dem regen Handel auf den Märkten zu. Kinder werfen mit Wasserballons auf alles was sich bewegt – natürlich sind wir zwei Gringos ein besonders beliebtes Ziel 🙂

Quasi über Nacht verändert sich unsere Lage dann komplett. Leider verfügen wir über kein bolivianischen Verdauungsapparat und es haut uns für viele Tage übelst ins Bett. Imodium zeigt bestenfalls die Wirkung eines Placebos. Gemeinsam verlieren wir 10-15kg und die Hoffnung, aus eigener Kraft wieder gesund zu werden. Wir gehen auf Tuchfühlung mit dem Gesundheitssystem in Bolivien, in einem Drittweltland nicht unbedingt eine tolle Erfahrung… Einige Arzt- und Laboruntersuchungen später haben wir das Resultat und unser Rucksack füllt sich für die nächsten zwei Wochen mit vielen bunten Medikamentenpackungen.

Als es uns langsam wieder etwas besser geht, beschliessen wir unsere Reise fortzusetzen. Obwohl die Distanz von Sucre nach Santa Cruz nur ca. 400km beträgt, dauert die Busfahrt aufgrund der Regenzeit, der abenteuerlichen Strasse und des generellen Buszustandes 18 Stunden 🙂 Geografisch haben wir mit Santa Cruz das zentrale Hochland verlassen und befinden uns nun im tropischen Tiefland. Wir relaxen in Hängematten, schliessen Freundschaft mit dem Hostel-Mitbewohner Simon (siehe Bild) und geniessen die tolle Karnevalsstimmung.

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