Argentinien

Patagonia – tierra extrema

Bereits seit einiger Zeit sind wir nun in Patagonien unterwegs. Hier, ganz im Süden dieser Welt, ist die Landschaft schroff und doch faszinierend. Riesige Steppengebiete gehen in Wälder über, hinter welchen sich wiederum spitzige Berge auftürmen. Und es gibt unzählige Gletscher, welche in schönen Bergseen enden.

Für Patagonien gibt es zwar einen Wetterbericht, aber eigentlich sind bereits die nächsten 24h unvorhersehbar. Regen, tiefliegende Wolken und Sonne wechseln sich im Akkord ab. Konstanz hat beim Wetter einzig der Wind – dieser bläst oft und stark.

Unser Basislager haben wir in den Ortschaften wie El Calafate, El Chalten oder Puerto Natales aufgeschlagen. Von hier aus wurde Patagonien zu Fuss auf Tagestouren oder mehrtägigen Hikes mit dem Zelt erkundet. Man kann hier ziemlich verrückte Sachen machen. Schliesslich ist es bereits um 5 Uhr hell und finster wird es erst wieder ab 22 Uhr. Der limitierende Faktor ist also einzig unsere Kondition (und vielleicht etwas das Wetter…) Nachteil der langen Tage ist, dass man für einen ordentlichen Sonnenaufgang das Zelt schon gegen 3 Uhr verlassen muss 😉

In jedem Bus, der einen zurück in die Zivilisation bringt, steht der Hinweis „por favor no sacarse los zapatos – bitte Wanderschuhe nicht ausziehen“. Wir dachten eigentlich, dass wir nach all den Tagen ohne Dusche gar nicht soooooo schlecht riechen – aber genau darum ist das Schild wohl auch da 😉

Auch ein Abstecher zum Gletscher „Perito Moreno“ durfte natürlich nicht fehlen. Durch die hohe Fliessgeschwindigkeit von 2 Meter pro Tag bietet sich hier (etwas Zeit und Glück vorausgesetzt) ein grossartiges Schauspiel, indem sich hausgrosse Eisbrocken aus der rund 60-80 Meter hohen und 5‘000 Meter bereiten Gletscherzunge lösen und in den Lago Argentino stürzen. Der Gletscher ist Teil der grössten zusammenhängenden Eisfläche (natürlich abgesehen von den Polen) der Erde, dem südlichen patagonischen Eisfeld. Faszinierend und unglaublich schön!

Einige Tage haben wir auch mit campen im bekanntesten Nationalpark von Chile, dem „Torres del Paine“ verbracht. Hier war es dann aber vorbei mit der Einsamkeit. Eine bunte Mischung aus Wanderer (vom Typ „ich kauf der Outdoor-Industrie alles ab, was sie auf den Markt bringt“ bis zum Typ „ich bin mit Sneakers und Handtasche unterwegs“) ist hier mit dem Zelt am trekken. Wir konnten der Kinderlagerstimmung und den durch Rangers bewachten Zeltplätze nicht allzu viel abgewinnen – die Schönheit der Natur bleibt aber in toller Erinnerung!

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