Chile

Durch die Fjorde von Chile

4 Tage und 5 Nächte haben wir an Bord eines Frachtschiffes verbracht, welches nebst Cargo ebenfalls Passagiere transportiert. Die Route führte uns durch die südlichen Fjorde in Chile. (Von Puerto Natales nach Puerto Montt)

Unterwegs durften wir eine unglaublich mystische Stimmung erleben. Denn auf dem Wasserweg passierten wir hunderte von kleinen Inseln, die grösstenteils noch selten bis noch nie von Menschen begangen wurden. Es gibt Wasserfälle und Gletscher zu bestaunen. Und da sich hier die Regenwolken vom Pazifik ein erstes Mal so richtig ausschütten, entsteht eine ganz besondere Stimmung. Selbst Michu der in Moosseedorf aufgewachsen ist (und sich somit in Sachen Nebel eigentlich gut auskennt), lernte hier nochmals ganz viele neue Grautöne kennen. Aus der Tierwelt gab es Seehunde und Delfine zu beobachten.

Am dritten Tage verliessen wir die geschützten Fjorde und der Kurs führte nun durch das offene Meer. Begeistert vom Wellengang, standen die rund 150 Passagiere dicht gedrängt an der Reling. Nach einer Stunde war ich eine von 20 übrig Gebliebenen. Nach 2 Stunden waren wir noch eine eingeschworene Gemeinschaft von 4 Personen, die das offene Meer und das ausnahmsweise schöne Wetter sichtlich genossen. Rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter 🙂 Ansonsten verkam der Kahn zu einem Geisterschiff. Auch Michu fand die Kabine ziemlich schnell viel schöner von innen als von aussen. Er faselte etwas, dass es ihm gut gehe, aber dass er doch besser noch etwas liegen bleibe – ein starker Mann eben 😉 Die Sichtung von Walen und das Nachtessen vermochte nochmals einige bleiche Gesichter aus der Horizontale in die Vertikale zu befördern – ansonsten blieb es still auf dem Boot, bis wir am nächsten Morgen wieder in den wellengeschützten Fjorde unterwegs waren.

Und weil Michu nach dem rumspielen mit der Kamera die Bildauflösung falsch eingestellt hat, dürft ihr nun alle Bilder im 16:9-Format geniessen.

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