Reisevorbereitung

Bevor es losgeht: Teil 2 – Versicherungen

KVG-Grundversicherungen, Zusatzversicherung nach VVG, Annullierungskosten, Assistancedeckung, Reisegepäckversicherung, Hausrat- und Haftpflichtversicherung, Hausrat-Kasko (was es nicht alles gibt), Abredeversicherung, Unfallversicherung, 3a Säule, AHV, Pensionskasse, Rega, Rechtschutzversicherung und Paraplegik. Versicherungsfragen über Versicherungsfragen. Typisch schweizerisch halt. Trotzdem (oder besser: gerade deshalb) lohnt es sich hier einen guten Überblick zu gewinnen um beurteilen zu können was sinnvoll ist, was nur der Abzockerei dient und welche Risiken man selber tragen kann. Nachfolgend ein abenteuerlich schneller Streifzug durch die wichtigsten Versicherungsfragen.

Bei der AHV gilt es Beitragslücken zu verhindern. (Sarkasmus /on: „Für eine Rente, welche wir sowieso nie erhalten werden…“ Sarkasmus /off) Solche Lücken kann man aber mit bis zu fünf Jahren Verzug schliessen. Somit werden wir Nachzahlen, wenn überhaupt nötig.

In die PK werden wir 2013 kein Geld einzahlen, das verwenden wir lieber für die Reise. Wir wollen ja etwas erleben! Dafür füttern wir das 3a-Konto und hoffen auf eine gute Fonds-Performance.

Die Grunddeckung der Krankenkasse haben wir beide bei der bisherigen Gesellschaft behalten. Auch die Zusatzversicherung führen wir weiter. Dabei ist es wichtig, dass die Heilungskosten auch im Ausland vollumfänglich übernommen werden. Ansonsten sieht man sich im Ernstfall schnell mal mit horrenden Forderungen konfrontiert. Eine gute Deckung zu einem fairen Preis haben wir erst nach x Telefonaten (ja es waren echt viele! Gegen Ende haben wir schon fast die Berater beraten) bei der KPT gefunden.

Die Abredeversicherung ist eine gute Möglichkeit sich bis zu 6 Monaten nach Ende des Arbeitsverhältnisses gegen Unfall  versichern zu lassen. Erst nach Ablauf dieser Frist muss die Unfalldeckung in die KVG-Police eingeschlossen werden. Wichtig: Die Abredeversicherung umfasst ebenfalls eine Taggeld und Rentendeckung bei Unfall. Für das Worstcase-Szenario (Invalidität) muss man sich überlegen, ob die Minimaldeckung der IV mit einer zusätzlichen, relativ teuren Krankentaggeld und Rentenversicherung aufgebessert werden soll.

Zur Reiseversicherung ausschliesslich Fakten: Die beste Reiseversicherung heisst MobiTour und kommt von der Mobiliar! (Nach geschätzten 100 Vergleichsofferten hat das übrigens auch Doris herausgefunden.)

Da wir nun die gemeinsame Wohnung aufgegeben haben, und wir an unterschiedlichen Orten angemeldet sein werden, mussten wir wieder einzelne Hausrat- und Privathaftversicherung abschliessen. Preislich attraktiv (wenn auch moralisch bedenklich) sind hier die neuen Angebote der Krankenkassen.

Eine Rechtschutzversicherung ist sicher nicht zwingend. Da nicht allzu teuer, lassen wir unsere weiterlaufen. Dasselbe gilt für die Mitgliedschaften bei REGA und Guido A. Zäch (Paraplegiker-Zentrum).

Ihr seht, die Versicherungsdichte ist wohl nirgends so hoch wie bei uns in der Schweiz. Das bestätigt auch der SVV, welcher das durchschnittliche Prämienvolumen in der Schweiz mit $ 5‘500 pro Kopf und Jahr angibt!  Nebst einigen zwingenden Aspekten hat der optimale Mix aber auch viel mit dem eigenen Sicherheitsverständnis und der Möglichkeit Risiken selbstzutragen zu tun. Klar, wir geben Sicherheit und einen bescheidenen Wohlstand auf: Dafür können wir beim Entdecken der Welt einmalige und spannende Erfahrungen sammeln. Dafür sind wir bereit Bewährtes hinter uns zu lassen!

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